Marketing & Vertrieb - Formelsammlung

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Übersicht über die wichtigsten Formeln (oder zumindest die, die es überhaupt gibt) in M&V.

Marktanteile

Marktanteil (nach Menge)

(innerhalb des jeweiligen Zeitraums)

Anzahl verkaufter Produkte * 100 / Gesamtzahl verkaufter Produkte (gesamter Markt)

Marktanteil (nach Wert)

(innerhalb des jeweiligen Zeitraums)

Umsatz * 100 / Marktvolumen (Umsatz gesamter Markt)

Relativer Marktanteil

Eigener Marktanteil * 100 / Marktanteil des stärksten Konkurrenten

Marktwachstumsrate

(Anzahl verkaufter Produkte Gesamtmarkt laufendes Jahr - Anzahl verkaufter Produkte Gesamtmarkt vergangenes Jahr) * 100 / Anzahl verkaufter Produkte Gesamtmarkt vergangenes (?) Jahr

Bass-Modell

Es folgt der Versuch einer Erklärung des Bass-Modell Rechenschemas.

Tabellenschema:

Periode t Anzahl Innovatoren Anzahl Imitatoren Anzahl s(t) Kumulierter Anzahl der vorherigen Jahre S(t-1)
1 x1 y1 x1+y1 0
2 x2 y2 x2+y2 x1+y1
3 x3 y3 x3+y3 x1+y1+x2+y2
Innovatoren (hier: x1,x2,x3)

Die Berechnung der Innovatoren folgt der folgenden Formel:

wobei:

p = Innovationskoeffizient

m = Marktpotential

S(t-1) = Die gesamte Menge aller Innovatoren und Imitatoren aller vorhergegangenen Jahre

Imitatoren (hier: y1,y2,y3)

Bei den Imitatoren sieht die Berechnung ähnlich aus:

wobei:

q = Imitationskoeffizient

m = Marktpotential

S(t-1) = Die gesamte Menge aller Innovatoren und Imitatoren aller vorhergegangenen Jahre

Anzahl

Einfach die Anzahl der Innovatoren und Imitatoren pro Zeitperiode (Zeile) addieren.

s(t) = Anzahl Innovatoren + Anzahl Imitatoren

Kumulierte Anzahl

Entspricht immer der Anzahl s(t) der vergangenen Zeitperiode plus allen s(t) aus den Perioden davor.

In der ersten Periode ist diese Zahl daher immer 0.

Konsumenten-Entscheidungs-Prozess

  1. Bedürfniserkennung (Konsument)
  2. Informationssuche
  3. Bewertung von Alternativen
  4. Kaufentscheidung
  5. Nachkaufverhalten

Ausnahmen von dem Prozess (d. h. nicht alle Schritte werden durchlaufen): Z. B. Kauf eines Ersatzproduktes.

Exposure

Bedeutung: Die Kunden sind einer Produktinformation fortlaufend ausgesetzt / exponiert und nehmen die Marke dadurch schneller und anders (im Idealfall: besser) wahr. Je höher das Exposure, desto besser für das jeweilige Unternehmen.

Beispiele, um das Exposure zu steigern:

  • Werbung
  • Regalflächen
  • Logos
  • Produktplatzierungen
  • Point-of-Sales-Displays

Entscheidungsregeln

Nicht kompensatorisch:

  • Vereinfachte Entscheidungsfindung
  • Fokus auf einzelne Attribute (z.B. Design, Preis, etc.)
  • "Ich brauche eine Kamera, sie sollte aber nicht mehr als 500 Euro kosten."

Kompensatorisch:

  • Alle Attribute werden gleichzeitig betrachtet
  • Hohe Bewertung eines Attributs kompensiert die niedrige Bewertung eines Anderen
  • "Die Kamera ist zwar teurer, dafür sind einige Eigenschaften besser."

Involvement

Definition: Beschreibt die Fähigkeit und den Willen des Kunden, sich mit einer Kaufentscheidung aktiv auseinanderzusetzen.

Prinzip: Kaufentscheidung nach hohem oder niedrigem Grad an Rationalität und/oder Emotionalität.

Beispiele:

Wenige Emotionen, wenig Rationalität: Habitualisierte Kaufentscheidung (z. B. Brot) (low involvement).

Viele Emotionen, wenig Rationalität: Impulsive Kaufentscheidung (z. B. Kaffee nach Mittagessen, Süßigkeiten an der Supermarktkasse) (low involvement).

Wenige Emotionen, viel Rationalität: (Primär) Rationale Kaufentscheidung (z. B. Investmentfonds) (high involvement).

Viele Emotionen, viel Rationalität: Extensive Kaufentscheidung (Kauf von Autos oder Immobilien) (high involvement).

Overall:

Low Involvement:

  • Monetärer und wahrgenommener (aus Sicht des Kunden) Wert des Produktes gering.
  • Kauf basiert auf wenigen Kriterien.
  • Kauf von dem Anbieter / der Marke, die am wenigsten Probleme macht.
  • Kauf erfolgt meist routiniert oder spontan.
  • Kunde strebt nach akzeptabler Zufriedenheit.

High Involvement:

  • Monetärer und wahrgenommener Wert hoch bis sehr hoch.
  • Komplexer Entscheidungsprozess basierend auf vielen Kriterien.
  • Kauf erfolgt von dem Anbieter / der Marke, die den meisten Nutzen verspricht.
  • Kauf erfolgt nach sorgfältiger Abwägung und unter Einbeziehung vieler Optionen.
  • Kunde strebt nach maximaler Zufriedenheit.

Marktsegmentierung

Folie 1.76

Market Targeting

Marketing Mix

Innovationsprozess

Conjoint Analyse

Gesamtnutzenwert

Auswahlwahrscheinlichkeit / Marktanteil

Produktmanagement

Folie 2.43

Produktvariation

Produktdifferenzierung

Produktdiversifikation

Produkteliminierung

Marken

Preismanagement

Folie 2.53ff.

Nachfragefunktionen

Folie 2.60ff.

Umsatzmaximaler Preis

Gewinnmaximaler Preis

Preisdiskriminierung

Folie 2.72ff.

Vertriebsmanagement

Folie 3.10ff.

Grundsätzlich gibt es 3 Dimensionen der Vertriebswege:

  1. Länge (direkter vs. indirekter Vertrieb, wie viele Parteien (Vertriebspartner, Logistiker, etc.) stehen zwischen dem Unternehmen und dem Kunden?).
    1. Nullstufig (direkter Verkauf)
    2. Einstufig (Verkauf an Einzelhändler/Großhändler und von da aus an den Kunden; indirekter Verkauf)
    3. Mehrstufig (Verkauf an Großhändler, von da aus an Einzelhändler / andere Großhändler / etc.; indirekter Verkauf)
  2. Tiefe (Vertrieb über unterschiedliche Wege (online, retail, etc.).
  3. Breite (Anzahl an Vertriebspartnern innerhalb eines Vertriebsweges).

Länge der Vertriebswege

Direkter Vertrieb

Vorteile:

  • Direkte Kontrolle des Absatzes.
  • Unmittelbare Kommunikation mit Endkunden möglich.

Nachteile:

  • Hoher eigner Absatzaufwand.
  • Kein Massenverkauf möglich.
Indirekter Vertrieb

Vorteile:

  • Absatzaufwand kann größtenteils an Händler delegiert werden.
  • Breiter Massenverkauf möglich.

Nachteile:

  • Kein direkter Einfluss auf den Verkauf an Endkunden.
  • Erschwerte Kommunikation mit Endkunden.
  • Ggf. Interessenskonflikte mit Händlern.
  • Hersteller von Kompetenz des Händlers abhängig.

Handelsfunktionen

Folie 3.8f.

Distributionsgrad

Folie 3.13ff.

Customer Relationship Management (CRM)

Customer Lifetime Value (CLV)

Online-Marketing

6M

AIDA-Funnel

Budgetierung CPM

Erlösmodelle